„Man erzählt
sich, dass in diesem Wald vor langer Zeit wirklich schreckliche Dinge
vorgingen!“, flüsterte eine, fast noch kindliche, Jungenstimme. „Es ist schon
viele Jahre her und die Menschen hier in Slorne haben beschlossen darüber zu
schweigen und zu leugnen! Aber es gibt Durchreisende, die die Geschichte
verbreitet haben. Man erzählt sich, dass es tief in diesem Wald einen
Spielplatz gibt. Er ist aus Holz und soll einer der Ersten sein, der jemals
gebaut wurde. Er war das Markenzeichen von Slorne! So etwas wie sein Emblem!“
Ganz zum Thema begann der Junge zu gestikulieren. Er musste das alles weiter
unterstreichen!
„Jedes Kind
wollte dorthin gehen zum Spielen! Jedes wollte es. Doch der Spielplatz lag
mitten im Wald und es war ein langer gefährlicher Weg. Den Kindern aber war es
egal und sie begaben sich immer wieder auf den gefährlichen Weg zu dem Ort
voller Spiel und Spaß. Jedoch kamen nicht alle von den Kindern, die sich auf
den Weg machten, auch wieder nach Hause. Stundenlang, tagelang, wochenlang! Ihre
Eltern suchten und suchten, doch keines fand je ihr Kind wieder.
So kam es, dass
die Kinder aus Slorne verschwanden. Doch nicht alle verschwanden. Zwei kamen
jeden Tag den langen Weg vom Spielplatz zum Dorf zurück. Es waren zwei kleine
Jungen. Graublaues Haar, süßes Gesicht, höfliches Auftreten, mit zwei farbigen
Augen. Die beiden Jungen waren Brüder, Zwillinge und so etwas wie das kleine
Wunder des Dorfes, denn immerhin kamen sie immer wieder zurück.
Doch mit der Zeit
wurden die Menschen misstrauisch, dass alle anderen Kinder verschwunden waren
und nur diese beiden Jungen noch jeden Tag zurück kamen, ihn war jedoch noch
nie etwas seltsames in Bezug auf die Beiden aufgefallen, dennoch herrschte eine
gewisse Skepsis vor. So kam es, dass sich das halbe Dorf den Zwillingen an die
Fersen heftete und ihnen bis zu dem Spielplatz folgte.
Sie sahen zwei
unbeschwerte Jungen, die ihren Weg zu Spiel und Spaß gingen und dabei lachten
und spaßten und eigentlich wollten sie wieder gehen, als die Zwillinge schlagartig
reglos stehen blieben. Sie standen am Fuße des Spielplatzes, der auf einen
kleinen Hügel stand und hatten den Kopf leicht gesenkt.
Die Bewohner von
Slorne wussten nicht was sie tun sollten, sie fanden das Verhalten schon
ziemlich seltsam. Noch seltsamer war es, als sie mitbekamen, dass die beiden
Jungen eine Art Singsang vor sich her brabbelten: ‚Denken, dass wir sie nicht
sehen!‘
‚Ja, wie dumm!
Ja, wie dumm!‘
‚Wir haben sie
schon im Dorf bemerkt!‘
‚Ja, haben wir!
Ja, haben wir!‘
‚Wir müssen sie
zum Spielen einladen!‘
‚Wie ihre Kinder!
Wie ihre Kinder!‘
Immer wieder
wiederholten die Jungen diese Worte und die Bewohner wussten nicht was sie
davon halten sollten. Waren diese Kinder verrückt? Doch dann plötzlich waren
sie verschwunden. Die Verfolger sahen sich um und rieben sich die Augen. Wo
waren sie hin? Sie waren einfach weg.
‚Das ist doch
lächerlich!‘, rief einer der Väter der vermissten Kinder und begab sich aus dem
Versteck hervor. ‚Das sind zwei kleine Jungs!‘, sprach er weiter und lief auf
den Hügel zu. Er wollte der Sache jetzt endgültig ein Ende bereiten! So lief er
weiter und betrat den Spielplatz. Sein Herz schlug plötzlich unglaublich
schnell. Dieser Ort hatte eine sehr seltsame Aura. Zwar glaubte er nicht an so
etwas wie Okkultismus oder Auren, aber hier konnte man wirklich etwas spüren.
Es war wie ein als sei ein tiefer Schleier um diesen Ort gelegt. Immer weiter
lief er zur die Mitte des Spielplatzes und hatte das Gefühl langsam würde Nebel
aufziehen. Er wand seinen Blick zu den anderen, doch wahrhaftig, Nebel! Seine
Augen konnte kaum noch mehr als die Silhouetten seiner Mitstreiter erkennen und
er war unsicher ob er zurückgehen sollte oder weiter fortschreiten. Aber er war
keine Memme. Der Mann lief noch ein paar Schritte, als er plötzlich stolperte
und fiel. Erschrocken sah sich der Mann um. Er war wohl über eine Wurzel
gestolpert! Das musste so sein. Er wand seinen Blick weiter und zuckte dann
zusammen. Das war eine Hand eines Kindes, die seinen Knöchel umschlossen und
ihn zu Fall brachte. Erschrocken schrie er auf und starrte auf die Hand. Es war
die Hand eines Kindes? Zugleich begann er mit den eigenen Fingern die Hand
auszugraben, doch sie war unter dem Ellenbogen abgetrennt wurden. Panisch sah
er sich um und je genauer er hinsah, sah er überall aus der Erde
Kinderextremitäten aus dem Boden rangen. Warum war das vorher keinem
aufgefallen? Dies konnte er sich nicht erklären, denn immerhin hatten sie alle
hier gesucht, aber kein Kind gefunden.
Schlagartig
tauchten die Zwillinge hinter ihn auf, so dass er zusammenzuckte. Er sah
erschrocken auf die Beiden, von denen er nur ihre Lippen im Gesicht erkennen
konnte. Sie wirkten blau und leblos!“, erzählte der Junge und seine kleine
Schwester neben ihn versank immer tiefer in ihrer Kapuze. Die beiden Kinder
liefen gerade durch besagten Wald. Sie waren auf den Weg zu genau diesem
Spielplatz. Die Kleinen waren vor kurzem nach Slorne gezogen und der Junge
hatte gleich am ersten Tag diese Geschichte aufgeschnappt. So war es ihn doch
klar, dass er sein neugieriges Schwesterchen schnappen musste und sie mitnehmen
tat, hin zum Spielplatz. Zum Einem um ihr auf dem Weg richtig Angst zu machen
und zum anderem, weil er diesen Spielplatz unbedingt sehen wollte. Er glaubte
nicht an diese Geschichten, dafür die Kleine umso mehr!
„U… und was ist
dann passiert?“, fragte das Mädchen mit unsicherer Stimme, dass sich nicht
entscheiden konnte ob die ganze Sache interessant war oder nicht. Zumindest
hatte sie schon vor einer Weile, zum Schutz, die Kapuze ihres Anoraks
aufgesetzt und die Hand ihres großen Bruders genommen. Sicher war sicher.
„Also Lilly…“,
flüsterte er und beugte sich beim Gehen weiter zu ihr herab, damit seiner
Stimme etwas mehr bedrohlich wirkte.
„Die Jungen
standen also hinter ihm. Er konnte ihre Augen nicht sehen und als er sich zu
den Kindern umdrehen wollte und sich erkundigen, was hier eigentlich vorging,
begannen die Zwillinge ihren Mund zu einem weitem Grinsen aufzureißen: ‚Du
hättest dich nicht einmischen sollen!‘
‚Nein, nein,
hättest du nicht!‘, hauchten die Zwillinge ihm zu und schnellten hervor. Man
hat den Mann nie wieder gesehen!“
Die kleine Lilly
zuckte zusammen und sah mit großen Augen auf ihren Bruder. „Aber Synn… da
können wir doch nicht hingehen! Nein, nein, nein! Was wenn die Jungen da noch
sind! Die werden uns ganz arg wehtun!“
Der Ältere Synn
begann zu lachen und legte seinen Arm um seine Schwester, nach dem er ihn aus
der Umklammerung ihrer Hand gelöst hatte. „Du brauchst doch keine Angst zu
haben! Ich beschütze dich!“
„Aber die Jungen
sind gefährlich!“
Synn grinste nur
über seine Schwester und lief so mit ihr weiter. Er fand die Geschichte ja ganz
amüsant. Wirklich. Aber die war ja so etwas von erfunden. Das war wieder nur
eine dieser Geschichten, die es in jedem Dorf in der Nähe eines Waldes gab.
Eine von den Geschichten aus denen die Gebrüder Grimm ein Märchen gemacht
hätten und nichts anderes. Als ob es zwei mordende Zwillinge geben würde.
Immer tiefer
kamen sie in den Wald und Synn, der ältere der Beiden, war sich mittlerweile
gar nicht mehr sicher ob sie überhaupt richtig liefen. Irgendwie waren überall
nur Bäume und es waren nicht einmal Bäume an denen man sich orientieren konnte
sie sahen einfach alle gleich aus!
So liefen sie
weiter den Weg entlang auf dem schon sehr viele Leute entlang geschritten zu
sein schienen und landeten letztlich an einer Abzweigung. „Hey.. schau! Da geht
es zurück nach Slorne und da steht Spielplatz!“ Er sah auf seine Schwester.
„Also.. Links nach Slorne oder nach rechts zum Spielplatz?“ Langsam beugte er
sich auf die Höhe seiner Schwester herunter und zwinkerte seiner Schwester
sanft zu.
„Ge…gehen wir zum
Spielplatz!“ Sie war verdammt unsicher, aber sie wollte den Spielplatz sehen
ja, sie wollte es nun sehen! Synn hatte ihr so viel darüber erzählt, dass das
Mädchen jetzt viel zu neugierig war um wieder zurück zu gehen. Außerdem hoffte
sie schwer, dass ich Bruder sich das alles nur ausgedacht hatte und sie, wenn
sie die Wahrheit kannte, dann wenigstens wieder in Ruhe schlafen konnte.
So schritten die
Beiden immer näher an den Spielplatz heran und der Ältere begann noch die
Gruselgeschichten noch weiter auszuarbeiten, damit die kleine Liliana ja noch
mehr Angst bekam. Es gefiel ihn einfach! Da war er ganz der große Bruder.
Grinsend lief er weiter und erzählte weiter, so dass die Zwei gar nicht
bemerkten, dass um sie herum langsam Nebel aufzog.
„S… Synn!“, unterbrach Lilly irgendwann ihren Bruder und zog heftig an seinen Unterarm. Ihr war der Nebel aufgefallen, der sie umschlossen hatte wie eine Glocke.
„Hn?“ Der Junge sah sich um und legte langsam seine Stirn in Kraus. „Wo kommt der Nebel denn auf einmal her?“ Es war nur ein Murmeln zu sich selbst, dennoch konnte Liliana es hören und fand das gar nicht so toll! Sie nutzte das gleich um ihren Bruder wieder an der Hand fest zu nageln und sich weiter an ihn heran zu drücken. „La..lass uns zurück zum Dorf gehen! Ich.. hab Angst!“ Langsam begann ihre Stimme zu zittern und der Blonde war sich sicher, bald würde seine Schwester anfangen zu weinen.
„S… Synn!“, unterbrach Lilly irgendwann ihren Bruder und zog heftig an seinen Unterarm. Ihr war der Nebel aufgefallen, der sie umschlossen hatte wie eine Glocke.
„Hn?“ Der Junge sah sich um und legte langsam seine Stirn in Kraus. „Wo kommt der Nebel denn auf einmal her?“ Es war nur ein Murmeln zu sich selbst, dennoch konnte Liliana es hören und fand das gar nicht so toll! Sie nutzte das gleich um ihren Bruder wieder an der Hand fest zu nageln und sich weiter an ihn heran zu drücken. „La..lass uns zurück zum Dorf gehen! Ich.. hab Angst!“ Langsam begann ihre Stimme zu zittern und der Blonde war sich sicher, bald würde seine Schwester anfangen zu weinen.
„Willst du
wirklich zurück?“, fragte er etwas enttäuscht und drehte sich seitlich, so dass
er in Beide Richtungen schauen konnte. „Aber nach Slorne ist es noch so ein
weiter Weg und... hey! Kannst du da vorn auch den Spielplatz erkennen?“ Er
deutete in die Richtung in der der Nebel immer stärker wurde.
Die Kleine streckte sich und sah genau dorthin. „Uhh.. gehen wir hin!“ Jetzt war die Kleine doch viel neugieriger als ängstlich und zog sogar ihren Bruder näher an den Spielplatz heran, der zu lachen begann. Das war wirklich amüsant! „Ich denk‘ du hast Angst?“, sprach er amüsiert, doch diese Frage wurde von Lilly einfach ignoriert, die jetzt dahin wollte.
Die Kleine streckte sich und sah genau dorthin. „Uhh.. gehen wir hin!“ Jetzt war die Kleine doch viel neugieriger als ängstlich und zog sogar ihren Bruder näher an den Spielplatz heran, der zu lachen begann. Das war wirklich amüsant! „Ich denk‘ du hast Angst?“, sprach er amüsiert, doch diese Frage wurde von Lilly einfach ignoriert, die jetzt dahin wollte.
Je näher sie an
den Hügel kamen, der irgendwie weiter weg zu sein schien, als es von der Stelle
her hatte ausgesehen, umso dichter wurde der Nebel um sie herum. Es schien auch
so, als würde ein leises Flüstern um sie herum auftauchen. Jetzt wurde auch
Synn angespannter und zog die Kleine etwas näher zu sich. „Unheimlich…“ Er
überlegte wirklich ob es nicht besser war umzudrehen, doch es zog ihn näher an
den Spielplatz heran. Immer weiter gingen sie auf die maroden Gestelle zu, die
von weiten einfach nur alt und zerfallen wirkten. Der Junge sah noch einmal
nach hinten, doch durch den Nebel konnte er kaum noch etwas erkennen. Es gab
wohl gerade nur ein nach vorn, denn zumindest wurde da die Sicht langsam
besser.
So liefen und
liefen sie und standen letztlich am Fuß des Spielplatzes. Der Nebel schien
schlagartig verschwunden zu sein, denn auch der Blick zurück war wieder
sichtbar und es verwirrte den Jungen nur noch mehr. „Lilly.. renne nicht so
weit weg!“, sprach er und sah sich aufmerksam um.
Doch seine
Schwester hörte gar nicht auf ihn und rannte auf die Gestelle zu und wollte sich
dran hängen, als es dann aber knackte ließ sie schnell los und rannte hinter
ihren Bruder. „Das waren die Zwillinge! Das waren die Zwillinge!“, rief sie
gleich ganz aufgebracht und deutete mit ausgestreckten Zeigefinger auf die
Geräte.
Synn begann zu lachen.
„Lilly… das ist alt, da ist das klar, dass das knackt! Wer weiß wann da das
letzte Mal ein Kind dran hing!“ Doch schlagartig verstummte er, als er
plötzlich lachen hörte. „Wa..was?“ Er drehte sich um. Sein Blick schweifte über
die Bäume und die Umgebung, doch nichts war zu sehen. Das musst er sich
eingebildet haben. Er wollte sich gerade seiner Schwester zuwenden, als wieder
ein Lachen ertönte und dieses Mal hörte es auch seine Schwester, die sich
gleich fest an Synn drückte. „Was war das?“, jammerte das Mädchen und Synn
konnte nur die Schultern zucken lassen.
„Vielleicht.. erlaubt sich hier jemand einen Scherz…“ Sicherlich hatten ja welche mitbekommen, dass die Kinder hierher wollten und da sie wussten, dass Synn von der Gruselgeschichte wusste, wäre das alles doch ein gefundenes Fressen, nicht? Genau!
Dennoch war es dem Blonde nicht geheuer und er ergriff die Hand von Liliana. „Komm! Lass uns… zurückgehen! Hier ist nichts. Hier ist es höchstens gefährlich, wegen dem Zustand des Spielplatz!“ Fest umschloss er die Hand seiner kleinen Schwester. Synn setzte sich in Bewegung und zog sie strauchelnd hinter sich her.
„Vielleicht.. erlaubt sich hier jemand einen Scherz…“ Sicherlich hatten ja welche mitbekommen, dass die Kinder hierher wollten und da sie wussten, dass Synn von der Gruselgeschichte wusste, wäre das alles doch ein gefundenes Fressen, nicht? Genau!
Dennoch war es dem Blonde nicht geheuer und er ergriff die Hand von Liliana. „Komm! Lass uns… zurückgehen! Hier ist nichts. Hier ist es höchstens gefährlich, wegen dem Zustand des Spielplatz!“ Fest umschloss er die Hand seiner kleinen Schwester. Synn setzte sich in Bewegung und zog sie strauchelnd hinter sich her.
„Geht ihr schon?“,
ertönte es plötzlich hinter ihnen und Synn wirbelte sofort herum, doch da war
niemand! „Was zur..“, murmelte er und spürte wie Liliana fester seine Hand
drückte. So drehte er sich zu ihr und folgte ihren Blick und erstarrte. Zwei
Jungen mit graublauen Haar, eindeutig Zwillinge. Das musste er sich einbilden!
Die konnten nicht hier stehen! Das war eine Geschichte!
„Ihr geht doch
nicht schon?“
„Ihr könnt noch
nicht gehen!“
„Nein! Können sie nicht! Bleibt hier und spielt mit uns!“
„Ja, spielt mit uns!!“, sprachen die Zwillinge abwechselnd und verdammt schnell.
„Nein! Können sie nicht! Bleibt hier und spielt mit uns!“
„Ja, spielt mit uns!!“, sprachen die Zwillinge abwechselnd und verdammt schnell.
„Ne.. nein! Wir
müssen nach Hause!“, sprach Synn hastig und zog die Kleine schnell an den
Beiden vorbei.
„SPIELT MIT UNS!“,
donnerte es von den Zwillingen und sie packten Synn und Liliana an den
Unterarmen, was sie schlagartig zum Stehen brachte. Synn schlug nach der Hand,
die das Handgelenk von seiner Schwester umschloss. „LAUF LILIANA!“, rief er zu
und wurde von den Zwillingen gepackt.
„Komm spielen.“
„Ja! Spiele mit uns!“
„Ja! Spiele mit uns!“
„Komm spielen!“,
sprachen die Zwillinge auf Synn ein, den nun deren komplette Aufmerksamkeit
gebührte. Sie zogen ihn immer weiter in die Mitte des Spielplatzes, der sich
von allein zu regenerieren schien.
„LAUF! LILLY,
LAUF!!“, schrie Synn noch einmal seiner Schwester entgegen, die wie erstarrt
auf ihren Bruder und die Zwillinge sah. Sie zögerte, wollte ihn helfen, doch
Synn schrie immer wieder sie sollte laufen, weswegen sie sich mit Tränen
geschwängerten Augen abwand und los lief. Sie kämpfte sich durch die erneut
aufsteigenden Nebelschwarten und lief ohne zurück zusehen einfach den Weg
entlang. Sie sollte laufen hatte er gesagt und jetzt hörte sie ihn nur noch
laut schreien vor Schmerz.
Immer heftiger begann sie zu weinen, während Liliana sich ihren Weg durch den Wald kämpfte, bis sie schließlich vollkommen am Ende ihrer Kräfte wieder in Slorne aus dem Wald stolperte.
Immer heftiger begann sie zu weinen, während Liliana sich ihren Weg durch den Wald kämpfte, bis sie schließlich vollkommen am Ende ihrer Kräfte wieder in Slorne aus dem Wald stolperte.
„Hilfe! Hilfe!!!
HILFE!“, schrie sie und rannte zum ersten Haus. Wild klopfte sie gegen die Tür
und weinte. Das kleine Mädchen wollte, dass man ihrem Bruder half. Und auch
gleich machten sich viele aus dem Dorf auf die Suche nach Synn, doch finden tat
ihn keiner. Von ihm fehlte einfach jede Spur.
„Ich möchte
schlafen, Lilly. Kommst du bitte ins Bett?“, fragte eine tiefe Männerstimme,
die hübsche Blondine mit den immer traurigen Blick.
Sie saß am
geschlossenen Fenster und starrte nach draußen in die Dunkelheit. „Ich komme
gleich…“, flüsterte sie leise. Ihre Finger lagen an dem Hebel der das Fenster
schloss und überprüften immer wieder ob das Fenster auch wirklich geschlossen
war.
Ihr ganzer Körper zuckte, als das Licht erloschen war und schnell kniff sie ihre Augen zusammen und begab sich weg von dem einzigen Fenster im Raum. Hastig rutschte sie unter die Decke und drückte sich, wie jede Nacht, beinah ängstlich an ihren Mann, während sie sich immer wieder selbst sagte, dass sie sich das nur einbildete, denn immerhin war sie die Einzige, die das hörte. Sie allein hörte dieses Kinderlachen. Jede Nacht, seit dem ihr Bruder Synn verschwunden war! Doch das war nicht Alles. Denn draußen vor dem Fenster, genau an den Punkt auf den Liliana gestarrt hatte konnte man die Zwillinge sehen. Sie waren jedoch nicht allein! Synn war bei ihnen. Genauso aussehend wie an den Tag, an dem er bei den Zwillingen verschwunden war.
Ihr ganzer Körper zuckte, als das Licht erloschen war und schnell kniff sie ihre Augen zusammen und begab sich weg von dem einzigen Fenster im Raum. Hastig rutschte sie unter die Decke und drückte sich, wie jede Nacht, beinah ängstlich an ihren Mann, während sie sich immer wieder selbst sagte, dass sie sich das nur einbildete, denn immerhin war sie die Einzige, die das hörte. Sie allein hörte dieses Kinderlachen. Jede Nacht, seit dem ihr Bruder Synn verschwunden war! Doch das war nicht Alles. Denn draußen vor dem Fenster, genau an den Punkt auf den Liliana gestarrt hatte konnte man die Zwillinge sehen. Sie waren jedoch nicht allein! Synn war bei ihnen. Genauso aussehend wie an den Tag, an dem er bei den Zwillingen verschwunden war.
Liliana presste
sich das Kissen auf die Ohren. Sie konnte es nicht mehr hören, denn jede Nacht
hörte sie wie ihr Bruder laut rief:
„Komm spielen, Lilly!“
„Komm spielen, Lilly!“
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