Sonntag, 12. Mai 2013

Closer to the Edge - Kapitel 3


Joliet, Illinois – 15. März 1995 – 06:59 Uhr

Es war jetzt fast ein Monat her, dass die Zwillinge den Fünfjährigen aufgegabelt hatten und er hatte sich erstaunlich gut eingelebt. Angelo unternahm viel mit ihn und der Junge hatte ein sein Vertrauen in ihn gelegt. Er hörte auf ihn und war lieb. Dafür verbrachte der Italiener viel Zeit mit ihn. Er hatte ihn gezeigt was Erdbeeren waren und wenn Kieran besonders lieb war an einem Tag, dann bekam er am Abend welche als Belohnung. So strengte sich der Junge natürlich an immer schön brav zu sein. Aber Kieran war eh noch nie jemand gewesen, der großartig widersprach! Obwohl es ab und an so schien, als würde Angelo diesen Punkt ihn ihm schüren wollen.

Mit Villano oder Billy wie Angelo ihn nannte, hatte der Junge nicht viel zu tun. Er sah ihn beim Frühstück und manchmal auch beim Abendessen. Irgendwie war er ihn nicht so geheuer. Villano sah ihn immer so komisch an und das machte dem Jungen irgendwie Angst.
Aber heute war ein besonderer Tag! Angelo hatte Geburtstag! Also hieß es für Kieran leise aufstehen! Immerhin hatte er kein eigenes Bett und schlief deswegen bei dem Italiener mit. Auch so eine Sache, die Villano total schrecklich fand, was Kieran gar nicht verstand. Sie lagen doch nur zusammen in einem Bett und schliefen! Was konnte daran denn so schlimm sein? Villano war schon komisch!

Aber jetzt hieß es leise aufstehen. Er robbte langsam zum Rand des Bettes. Nach jeder Bewegung hielt er mindestens eine Minute inne, bevor er die Nächste machte. Als er endlich aus dem Bett heraus war, beugte er sich noch einmal in Richtung Angelo und beobachtete ihn genau. Gut! Er schlief. Also konnte er auf den Zehenspitzen aus dem Zimmer schleichen. Er ging dann ganz flink in die Küche! Denn er hatte nicht viel Zeit, Angelo würde bald aufwachen.
Was sein Plan war? Für den Italiener ein Geburtstag so machen wie er das immer gewollt hatte. Mit Kuchen nach dem aufstehen und einem Clown! Aber Kieran hatte weder Kuchen noch einen Clown, also malte er sich mit roter Farbe die Nase an und machte Kaffee! Das musste doch fast genauso toll sein, oder? Er hoffte es. Aufgeregt wartete er in der Küche, aber als erstes kam Billy an, der ihn nur komisch beäugte. „Was hast du denn angestellt?“, fragte er irritiert nach doch Kieran machte nur: „Pssst!!!“ und sah weiter auf die Schlafzimmertür von Angelo. Es dauerte nicht lang und sie öffnete sich. Er sah sich suchend um, da er es gewohnt war vor Kieran wach zu sein und der einfach nicht da war. Doch als sein Blick zur Küche fiel hielt er inne. Wie sah der Junge denn aus?
Kieran? Was hast du de-“
Alles gute zum Geburtstag! Ich bin ein Geburtstagsclown und das ist dein Kaffee!!“, sprach er und strahlte ihn entgegen.
Der Italiener wusste nicht wirklich wie er reagieren sollte, lächelte dann aber den Kleinen an. Er ging auf ihn zu, wuschelte ihn durch die Haare und bedankte sich bei ihn. „Das ist wirklich lieb von dir!“
Kieran schien damit glücklich zu sein und kletterte selbst auf seinen Stuhl, wo er sich Müsli in eine Schüssel füllte. Ach er hatte eine tolle Überraschung gemacht. Jedoch entging ihn das Augenverdrehen von Angelo, als er sich setzte und ebenso wie er den Mund verzog, als er diesen laschen Kaffee trank. Er musste dem Jungen eindeutig zeigen, wie man einen richten Espresso kochte! Diese Plörre konnte doch keiner trinken!
Nett, dass du mir auch gratulierst!“, warf nun Villano ein, der sich genervt an den Tisch setzte. Es passte ihn nicht was Angelo mit den Jungen machte. Er erzog ihn wie ein kleines Hündchen! Und immer wenn er was richtig machte, dann bekam er Belohnung. Das war doch nicht richtig! Der Junge musste eindeutig weg!
Kieran sah ganz erschrocken auf Villano: „Du hast heute auch Geburtstag? Woah das ist aber ein ganz großer Zufall!!“, sprach er erstaunt und sah den Zwilling mit großen Augen an.
Villano sparte sich eine Antwort und nickte nur, während er hoffte, dass sein Plan so funktionierte, wie er sich das vorstellte. Er hoffte Angelo würde ihn nicht dazwischen funken, aber er ließ den Jungen leider so gut wie nie aus den Augen. Das passte Villano natürlich gar nicht. Das nahm ihn jegliche Handlungsfreiheit!

Lass Billy, der ist schlecht gelaunt, weil ihn keiner lieb hat!“, sprach Angelo und grinste verächtlich seinen Bruder zu. Im Grunde hatte er nichts gegen ihn. Er war sein Zwillingsbruder und sie waren immer unzertrennlich gewesen und auch, wenn Villano sich immer für einen besseren Menschen hielt, ließ er sich leicht manipulieren. Aber seit dem Kieran da war, war etwas anders geworden. Villano hatte sich immer mehr in seinen Weg gestellt und das passte Angelo kein Stück. Er mochte das gar nicht und gerade Billy sollte das wissen!

Kieran, wenn du gegessen hast, gehst du dir bitte das Gesicht waschen!“, sprach Angelo nach einer Weile, als er beobachtete, dass der Junge geistig abwesend schien. Er wusste nicht wirklich wie er das einordnen sollte, aber ab und an war der Fünfjährige wie weggetreten! Er hoffte stark, dass das im Laufe der Zeit nachließ. Er konnte niemand brauchen, der so komplett abschalten konnte, wo blieb da denn der Spaß?
Der Jüngste nickte und brachte seine Schüssel in die Spüle, bevor er in das Bad lief und sich das Gesicht wusch.
Villano nutzte die Chance und sprach seinen Bruder an. „Bin ich jetzt nur noch das Opfer deiner Spitzfindigkeiten oder redest du auch mal wieder normal mit mir?“
Ach.. kommt Billy ohne mich nicht klar?“, sprach Angelo amüsiert, bevor er nochmal von der Plörre trank, weil er für einen Moment vergessen hatte wie ekelhaft es doch eigentlich schmeckte.
Ha, ha! Sehr witzig!“ Villano hatte schon wieder keine Lust mehr mit ihm zu reden! Es nervte ihn schrecklich wie Angelo sich in letzter Zeit ihm gegenüber gab. Wenn er zu anderen so war, war ihn das egal, aber er sollte sich doch bitte bei ihm zusammenreißen.
Ach bevor ich es vergesse... ich zieh mit dem Kleinen aus! Edoardo hat ein Haus mit hübschen Apartments aufgekauft und der Kleine und ich werde da einziehen!“
Vergiss es! Ich lass dich sicherlich nicht allein mit ihn da wohnen!“
Du hast keine andere Wahl!“ Angelo erhob sich, ging zur Spüle und kippte den restlichen Kaffee weg. Für ihn war das alles beschlossene Sache und da würde er nicht weiter diskutieren.
Lino, du hast mir was versprochen! Du kannst nich-“
Angelo gab einen verächtlichen Laut von sich, bevor er sich seinen Bruder zu wandte. „Ich habe dir nicht versprochen mein Leben lang mit dir zusammen zu wohnen! Deswegen ziehen der Kleine und ich auch aus!“
Dann erzähle ich Edoardo von dem Kind!“, warf Villano ein. Eigentlich war sein Plan gewesen den Kleinen einfach heimlich in ein Heim zu bringen, irgendwo in einer anderen Stadt, aber das konnte er vergessen. Angelo war nicht dumm! Also brauchte er irgendwie einen Plan B! Und so wie er seinen Bruder kannte hatte er ihren Onkel gegenüber nicht ein Ton von Kieran erwähnt. Denn Angelo kannte seinen Onkel und er wusste, dass er so etwas lieber für sich behalten sollte.
Das wagst du dir nicht!“
Und wie ich mir das wage! Entweder du bleibst mit ihn hier oder ich erzähle Edoardo von dem Jungen! Der findet so etwas sicherlich toll! Er kennt da bestimmt den ein oder anderen, der an ihn sicherlich gut interessiert ist... und dann kannst du Kieran abschminken!“ Eigentlich widerstrebte es ihm über den Jungen so zu reden. Er war der Einzige in der Familie, der sich von dieser ganzen Sache fernhielt und deswegen war er nach wie vor lieber, wenn der Junge einfach ging, aber in dieser Situation war das wohl das einzige Richtige. Wenn er den Jungen schon nicht wegbringen konnte, dann musste er ihn eben so beschützen! „Und ich habe noch eine Bedingung! Du hörst ab sofort auf ihn von mir abzuschotten, sonst gehe ich auch zu Edoardo!“
Angelo knirschte mit den Zähnen, sagte aber nichts mehr, weil er die Tür des Bades hörte. Man sah ihn genau an, dass er überlegte, was er machen sollte und als Kieran zurück in die Küche kam, brachte er nur ein „Schön, meinetwegen!“, hervor. Er ging an dem Jungen vorbei ins Schlafzimmer um sich umzuziehen. Das konnte doch alles nicht wahr sein!

Michigansee, Illinois – 04. Juli 1998 – 15:26 Uhr

Die Sonne prallte an diesem Samstag Nachmittag wie verrückt vom Himmel. Die Gebrüder Milano und der Junge Kieran hatten sich an einem See an einer Lichtung eingefunden, der auf einem Gelände der Familie lag. Hier kam so gut wie keiner hin und sie waren recht ungestört.
Viel Zeit war seit dem Tag vergangen, an dem sie den kleinen Iren in Socken auf der regennassen Straße aufgegabelt und mit nach Hause genommen hatten. Viel Zeit und dennoch hatte sich nicht viel geändert! Der Onkel der Zwillinge wusste immer noch nichts von der Existenz des Jungen, zumindest hatte er Angelo nie darauf angesprochen, was vielleicht besser so war! Denn der Italo kannte seinen Onkel und es gab eigentlich nichts was er nicht wusste, aber ihn war es ganz Recht so, dass er ihn die letzten drei Jahre nicht darauf angesprochen hatte.
So lag er jetzt auf einem Handtuch im Gras und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen, während er seinen Bruder dabei beobachtete, wie er versuchte Kieran das Schwimmen bei zu bringen. Er fragte sich manchmal warum er das immer noch versuchte! Der Schwarzhaarige schien es nicht zu kapieren oder immun gegen Villanos Lehrkunst zu sein, immerhin schaffte er es immer wieder erfolgreich beinah abzusaufen. Aber hey! So hatte Angelo eine kostenlose Komödie jedes Mal, wenn sie hier am See waren. Er hörte wie es an der etwas entfernten Waldstraße hupte und richtete sich leicht auf. Der mittlerweile siebzehnjährige Teenager, atmete genervt auf, als er Alfredo, seinen Fahrer und Lakai sah. Was sollte er denn jetzt schon wieder? Er stand auf und lief in seinen Badeshorts langsam auf den Fahrer zu.

Kieran, der von Villano gerade wieder aus dem Wasser gefischt wurden war, sah aus wie ein begossener Pudel, als das Hupen ertönte. Er drehte seinen Kopf und rollte die Augen. Hatte Angelo schon wieder Arbeit? Es nervte ihn. „Er haut wieder ab, was?“, sprach der Junge, der mittlerweile um einiges frecher geworden war, als vor drei Jahren, dennoch hielt er sich bei Angelo in dem Punkt stark im Zaun, weil er dann immer noch auf Erdbeeren hoffen konnte. Eine Art Bezahlung für gutes Benehmen.
Und wenn schon! Wir haben hier eine Hütte und einen vollen Kühlschrank! Wer brauch da schon Angelo! Oder reicht dir meine Anwesenheit nicht?“ Villano sprach etwas empört, aber mit einen Grinsen. Er hatte es nicht gewollt, aber der Junge war ihn in den letzten drei Jahren schon ans Herz gewachsen. Er mochte ihn mittlerweile wie einen kleinen Bruder und hieß es immer noch nicht gut, wenn er zu viel Zeit mit Angelo verbrachte. Denn auch nach der Zeit hatte er immer noch nicht heraus gefunden, was dieser eigentlich wirklich vorhatte. Sein Verhalten hatte sich allgemein gebessert, aber dennoch nach wie vor störte ihn etwas und er konnte einfach nicht sagen was es war!

Was gibt es Alfredo?“, fragte Angelo nach, als er endlich vor ihn stand und auf seinen Lakai schaute. „Ich hab den Zeitplan den du wolltest!“
Angelo begann zu grinsen und griff nach dem Zettel, den der andere ihn reichte. „Oh sehr gut, sehr gut!“, sprach er und klappte das Stück Papier auseinander, bevor seine Pupillen sich zu bewegen begannen, als er darüber las. „Na das ist doch mal gut...“ Etwas nachdenklich legte er die Stirn in Kraus, grinste dann aber. „Hast du meine Sachen im Auto?“
Natürlich, Boss!“
Perfekt!“ Er wand sich um und hob die Hand um Kieran zu deuten, dass er zu ihn kommen sollte und wie erwartete reagierte dieser sofort. Der eher schmächtige Junge rannte den ganzen Weg um dann vor Angelo stehen zu bleiben und erwartungsvoll zu ihn nach oben zu sehen. „Was gibt es denn?“
Ich fahr mit Alfredo mit, es gibt was zu tun, du bleibst bei Villano, ja?“
Kieran atmete enttäuscht aus. „Ich denke wir sind heute zu dritt am See? Du hast es versprochen!“
Kieran, widerspreche mir nicht!“, sprach Angelo leicht genervt und der Junge seufzte nur wieder auf, nickte dann aber. „Okay, okay! Ich bleibe mit Villano hier! Kommst du heute wenigstens noch wieder?“
Mal schauen!“, sprach er und wuschelte dem Kleineren durch die Haare, der darauf hin aber wieder lächelte. Es war so eine einfache Geste, die ihn irgendwie immer glücklich machte. Kierans Blick fiel zu Alfredo, der ihn so komisch beäugte und zog eine Augenbraue hoch. „Was?“, fragte der Junge nach, doch Alfredo zuckte nur mit den Schultern und stieg auf dem Fahrersitz wieder ein.
Ich mag Alfredo nicht...“, murmelte der Schwarzhaarige, bevor Angelo ihn wieder durch die Haare wuschelte. „Ich weiß! Und nun sei artig!“ Er deutete wieder zu Villano und nachdem der Junge ihn umarmt hatte, lief Kieran zurück zu Angelos Bruder.

Angelo verzog leicht das Gesicht, als er nun doch wieder nass war, stieg aber dann ins Auto, welches los fuhr.
Wie hältst du das mit dem Balg eigentlich nur aus?“
Der Milano grinste nur, bevor er die Kleidung neben sich auf dem Rücksitz durchging und sich begann umzuziehen. Erst als er sich die Krawatte band, sprach er schließlich: „Ich investiere in den Jungen! Wenn noch etwas Zeit hin ist, dann habe ich ein Spielzeug ganz genau nach meinem Geschmack!“
Alfredo warf einen Blick in den Rückspiegel und musterte seinen Boss, bevor er die Schultern zuckte. „Und ich dachte schon, du magst das Balg!“
Ach sei nicht albern!“ Angelo beendete damit das Gespräch und sah aus dem Fenster. Als ob er jemand anderen als die Familie mögen könnte und nicht einmal die war vor ihn sicher. Kalt grinste er seine Spieglung in der Scheibe an und betrachtete dann wieder die Landschaft.

Wald am Michigansee, Illinois – 04. Juli 1998 – 17:12 Uhr

Der schwarze Wagen hielt vor einem Ferienhaus mitten im Wald. Es hatte eine gläserne Front mit einer großen Terrasse vor einem kleinen Teich mit Kois. Jeder Fisch so groß, dass er mehrere 1000 $ teuer war, doch hier schwammen sie einfach nur munter durch die Gegend und erfreuten sich an ihrem Leben!
Angelo stieg aus und knallte die Tür hinter sich zu, bevor er zu der Tür ging und den Knauf einfach auf drehte. Hier in der Gegend war es nicht nötig abzuschließen und das war wohl gerade an diesem Tag der Fehler. Er lief einfach in das Haus herein und weiter bis in das prunkvoll eingerichtete Wohnzimmer. Überall hingen Jagdtrophäen herum, von dem man sich sicher sein konnte, dass keines von ihnen selbst geschossen wurde.
Angelo!“, ertönte eine erschrockene Stimme, als der Brünette plötzlich mitten im Raum stand.
Oh.. guten Abend, Edoardo! Kann man schon guten Abend sagen? Ich weiß nicht...“, sprach er und grinste ihn kühl an, wobei auch nicht ein Fünkchen wärme in seinen Augen lag. „Was auch immer... weißt du ich finde es ist an der Zeit, dass wir über das Geschäft reden!“
Edoardo stockte als er das so sagte und legte seine Stirn in Kraus. „Deswegen tauchst du hier unangemeldet auf? Dafür ist alle Zeit der Welt, mio dio!“
Nein.. falsch. Um ehrlich zu sein... die Zeit ist abgelaufen!“ Angelo zog aus der seiner Anzugjacke eine Waffe hervor, richtete sie auf seinen Onkel und grinste ihn an. „Senza offesa.“, hauchte er in dem Moment als sein Finger am Abzug zuckte. Die Waffe brachte Angelo durch den Rückschlag dazu die Hand nach oben zu bewegen, doch sonst regte sich nichts an seinem Körper, während seine Augen nüchtern beobachteten, wie Edoardo mit weit aufgerissenen Augen einfach in sich zusammenfiel. „Ich finde nur es ist an der Zeit, dass ich den Laden übernehme, deine Art ist einfach veraltet, Edoardo!“
Der Brünette steckte die Waffe wieder zurück in die Halterung, die sich unter seinem Sakko befand und wischte sich einmal quer über das Gesicht, was die feinen Blutspritzer darin verteilte. Er lief auf seinen Onkel zu und drehte ihn mit den Fuß beiseite, als ihn die Zigarren auf dem Tisch auffiel. „Oh.. zu freundlich!“, sprach er und setzte sich erst einmal auf die Couch und zündete sich eine davon ab. „Ach ja, das Haus hier übernehme ich auch!“, sprach er, bevor er seine Lippen um die Zigarre schloss und einen tiefen Zug nahm.

Michigansee, Illinois – 04. Juli 1998 – 23:51 Uhr

Villano saß auf der Terrasse des kleinen Häuschens am See und sah gerade von seinem Buch auf das Wasser, als eine Stimme aus dem Schatten ihn beinah vor Schreck an die Decke gingen ließ: „Schläft er schon?“
Angelo?“, fragte Villano und legte sein Buch zur Seite, bevor er sich erhob und auf seinen Bruder sah, der aus dem Schatten trat. „Natürlich schläft er schon, hast du mal auf die Uhr ge- ist das Blut?“
Auch!“ Angelo gähnte auf und ging an seinen Bruder vorbei nach innen. Er musste eindeutig duschen und ins Bett.
Villano rümpfte die Nase als er an ihm vorbei ging. Er roch nach Zigarren, Alkohol und vor allem Sex. Eine Mischung die vielleicht so ganz nett war, aber wirklich einen ekeligen Geruch hinterließ. Manchmal fragte er sich warum er und sein Bruder eigentlich so verschieden waren, wo sie sich doch so ähnlich sahen. Jetzt jedenfalls lief er ihn nach. „Wessen Blut ist das?“
Nicht meins!“
Das sehe ich!! Angelo, rede mit mir!“
Dieser jedoch grinste ihn nur an. „Sagen wir.. ich habe das Familiengeschäft übernommen!“ Der Ältere der beiden lachte für einen Moment heißer auf, bevor er sich dann erst einmal duschen begab. Es gab nichts was einen nach so einen Tag mehr entspannen konnte! Es war einfach nur gut!

Nachdem er sich ein paar Shorts angezogen und seine Waffen versteckt hatte, ging er in das Zimmer in dem Kieran schlief. Er betrachtete den Jungen noch für einen Moment im Licht des Mondes, bevor er sich zu ihn legte und ordentlich zu deckte. Seine Finger strichen über dessen Schläfen, nach oben in dessen Haare. Angelo sah ihn für einen Moment an, bevor er leise flüsterte: „Der Tag kommt immer näher und du bist auf dem richten Weg!“

3 Kommentare:

  1. ich so: Yay neues Kapitel, kann aber niemals gut sein...
    ich lese: So yayyyyy wie geil!
    ich bin von der eisigen kälte des Italieners gefesselt ich sags dir! Super!

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