Joliet,
Illinois – 15. März 1995 – 06:59 Uhr
Es war jetzt fast ein
Monat her, dass die Zwillinge den Fünfjährigen aufgegabelt hatten
und er hatte sich erstaunlich gut eingelebt. Angelo unternahm viel
mit ihn und der Junge hatte ein sein Vertrauen in ihn gelegt. Er
hörte auf ihn und war lieb. Dafür verbrachte der Italiener viel
Zeit mit ihn. Er hatte ihn gezeigt was Erdbeeren waren und wenn
Kieran besonders lieb war an einem Tag, dann bekam er am Abend welche
als Belohnung. So strengte sich der Junge natürlich an immer schön
brav zu sein. Aber Kieran war eh noch nie jemand gewesen, der
großartig widersprach! Obwohl es ab und an so schien, als würde
Angelo diesen Punkt ihn ihm schüren wollen.
Mit Villano oder Billy
wie Angelo ihn nannte, hatte der Junge nicht viel zu tun. Er sah ihn
beim Frühstück und manchmal auch beim Abendessen. Irgendwie war er
ihn nicht so geheuer. Villano sah ihn immer so komisch an und das
machte dem Jungen irgendwie Angst.
Aber heute war ein
besonderer Tag! Angelo hatte Geburtstag! Also hieß es für Kieran
leise aufstehen! Immerhin hatte er kein eigenes Bett und schlief
deswegen bei dem Italiener mit. Auch so eine Sache, die Villano total
schrecklich fand, was Kieran gar nicht verstand. Sie lagen doch nur
zusammen in einem Bett und schliefen! Was konnte daran denn so
schlimm sein? Villano war schon komisch!
Aber jetzt hieß es leise aufstehen. Er robbte langsam zum Rand des Bettes. Nach jeder Bewegung hielt er mindestens eine Minute inne, bevor er die Nächste machte. Als er endlich aus dem Bett heraus war, beugte er sich noch einmal in Richtung Angelo und beobachtete ihn genau. Gut! Er schlief. Also konnte er auf den Zehenspitzen aus dem Zimmer schleichen. Er ging dann ganz flink in die Küche! Denn er hatte nicht viel Zeit, Angelo würde bald aufwachen.
Was sein Plan war? Für
den Italiener ein Geburtstag so machen wie er das immer gewollt
hatte. Mit Kuchen nach dem aufstehen und einem Clown! Aber Kieran
hatte weder Kuchen noch einen Clown, also malte er sich mit roter
Farbe die Nase an und machte Kaffee! Das musste doch fast genauso
toll sein, oder? Er hoffte es. Aufgeregt wartete er in der Küche,
aber als erstes kam Billy an, der ihn nur komisch beäugte. „Was
hast du denn angestellt?“, fragte er irritiert nach doch Kieran
machte nur: „Pssst!!!“ und sah weiter auf die Schlafzimmertür
von Angelo. Es dauerte nicht lang und sie öffnete sich. Er sah sich
suchend um, da er es gewohnt war vor Kieran wach zu sein und der
einfach nicht da war. Doch als sein Blick zur Küche fiel hielt er
inne. Wie sah der Junge denn aus?
„Kieran? Was hast du
de-“
„Alles gute zum
Geburtstag! Ich bin ein Geburtstagsclown und das ist dein Kaffee!!“,
sprach er und strahlte ihn entgegen.
Der Italiener wusste
nicht wirklich wie er reagieren sollte, lächelte dann aber den
Kleinen an. Er ging auf ihn zu, wuschelte ihn durch die Haare und
bedankte sich bei ihn. „Das ist wirklich lieb von dir!“
Kieran schien damit
glücklich zu sein und kletterte selbst auf seinen Stuhl, wo er sich
Müsli in eine Schüssel füllte. Ach er hatte eine tolle
Überraschung gemacht. Jedoch entging ihn das Augenverdrehen von
Angelo, als er sich setzte und ebenso wie er den Mund verzog, als er
diesen laschen Kaffee trank. Er musste dem Jungen eindeutig zeigen,
wie man einen richten Espresso kochte! Diese Plörre konnte doch
keiner trinken!
„Nett, dass du mir auch
gratulierst!“, warf nun Villano ein, der sich genervt an den Tisch
setzte. Es passte ihn nicht was Angelo mit den Jungen machte. Er
erzog ihn wie ein kleines Hündchen! Und immer wenn er was richtig
machte, dann bekam er Belohnung. Das war doch nicht richtig! Der
Junge musste eindeutig weg!
Kieran sah ganz
erschrocken auf Villano: „Du hast heute auch Geburtstag? Woah das
ist aber ein ganz großer Zufall!!“, sprach er erstaunt und sah den
Zwilling mit großen Augen an.
Villano sparte sich eine
Antwort und nickte nur, während er hoffte, dass sein Plan so
funktionierte, wie er sich das vorstellte. Er hoffte Angelo würde
ihn nicht dazwischen funken, aber er ließ den Jungen leider so gut
wie nie aus den Augen. Das passte Villano natürlich gar nicht. Das
nahm ihn jegliche Handlungsfreiheit!
„Lass Billy, der ist
schlecht gelaunt, weil ihn keiner lieb hat!“, sprach Angelo und
grinste verächtlich seinen Bruder zu. Im Grunde hatte er nichts
gegen ihn. Er war sein Zwillingsbruder und sie waren immer
unzertrennlich gewesen und auch, wenn Villano sich immer für einen
besseren Menschen hielt, ließ er sich leicht manipulieren. Aber seit
dem Kieran da war, war etwas anders geworden. Villano hatte sich
immer mehr in seinen Weg gestellt und das passte Angelo kein Stück.
Er mochte das gar nicht und gerade Billy sollte das wissen!
„Kieran, wenn du
gegessen hast, gehst du dir bitte das Gesicht waschen!“, sprach
Angelo nach einer Weile, als er beobachtete, dass der Junge geistig
abwesend schien. Er wusste nicht wirklich wie er das einordnen
sollte, aber ab und an war der Fünfjährige wie weggetreten! Er
hoffte stark, dass das im Laufe der Zeit nachließ. Er konnte niemand
brauchen, der so komplett abschalten konnte, wo blieb da denn der
Spaß?
Der Jüngste nickte und
brachte seine Schüssel in die Spüle, bevor er in das Bad lief und
sich das Gesicht wusch.
Villano nutzte die Chance
und sprach seinen Bruder an. „Bin ich jetzt nur noch das Opfer
deiner Spitzfindigkeiten oder redest du auch mal wieder normal mit
mir?“
„Ach.. kommt Billy ohne
mich nicht klar?“, sprach Angelo amüsiert, bevor er nochmal von
der Plörre trank, weil er für einen Moment vergessen hatte wie
ekelhaft es doch eigentlich schmeckte.
„Ha, ha! Sehr witzig!“
Villano hatte schon wieder keine Lust mehr mit ihm zu reden! Es
nervte ihn schrecklich wie Angelo sich in letzter Zeit ihm gegenüber
gab. Wenn er zu anderen so war, war ihn das egal, aber er sollte sich
doch bitte bei ihm zusammenreißen.
„Ach bevor ich es
vergesse... ich zieh mit dem Kleinen aus! Edoardo hat ein Haus mit
hübschen Apartments aufgekauft und der Kleine und ich werde da
einziehen!“
„Vergiss es! Ich lass
dich sicherlich nicht allein mit ihn da wohnen!“
„Du hast keine andere
Wahl!“ Angelo erhob sich, ging zur Spüle und kippte den restlichen
Kaffee weg. Für ihn war das alles beschlossene Sache und da würde
er nicht weiter diskutieren.
„Lino, du hast mir was
versprochen! Du kannst nich-“
Angelo gab einen
verächtlichen Laut von sich, bevor er sich seinen Bruder zu wandte.
„Ich habe dir nicht versprochen mein Leben lang mit dir zusammen zu
wohnen! Deswegen ziehen der Kleine und ich auch aus!“
„Dann erzähle ich
Edoardo von dem Kind!“, warf Villano ein. Eigentlich war sein Plan
gewesen den Kleinen einfach heimlich in ein Heim zu bringen, irgendwo
in einer anderen Stadt, aber das konnte er vergessen. Angelo war
nicht dumm! Also brauchte er irgendwie einen Plan B! Und so wie er
seinen Bruder kannte hatte er ihren Onkel gegenüber nicht ein Ton
von Kieran erwähnt. Denn Angelo kannte seinen Onkel und er wusste,
dass er so etwas lieber für sich behalten sollte.
„Das wagst du dir
nicht!“
„Und wie ich mir das
wage! Entweder du bleibst mit ihn hier oder ich erzähle Edoardo von
dem Jungen! Der findet so etwas sicherlich toll! Er kennt da bestimmt
den ein oder anderen, der an ihn sicherlich gut interessiert ist...
und dann kannst du Kieran abschminken!“ Eigentlich widerstrebte es
ihm über den Jungen so zu reden. Er war der Einzige in der Familie,
der sich von dieser ganzen Sache fernhielt und deswegen war er nach
wie vor lieber, wenn der Junge einfach ging, aber in dieser Situation
war das wohl das einzige Richtige. Wenn er den Jungen schon nicht
wegbringen konnte, dann musste er ihn eben so beschützen! „Und ich
habe noch eine Bedingung! Du hörst ab sofort auf ihn von mir
abzuschotten, sonst gehe ich auch zu Edoardo!“
Angelo knirschte mit den
Zähnen, sagte aber nichts mehr, weil er die Tür des Bades hörte.
Man sah ihn genau an, dass er überlegte, was er machen sollte und
als Kieran zurück in die Küche kam, brachte er nur ein „Schön,
meinetwegen!“, hervor. Er ging an dem Jungen vorbei ins
Schlafzimmer um sich umzuziehen. Das konnte doch alles nicht wahr
sein!
Michigansee,
Illinois – 04. Juli 1998 – 15:26 Uhr
Die Sonne prallte an
diesem Samstag Nachmittag wie verrückt vom Himmel. Die Gebrüder
Milano und der Junge Kieran hatten sich an einem See an einer
Lichtung eingefunden, der auf einem Gelände der Familie lag. Hier
kam so gut wie keiner hin und sie waren recht ungestört.
Viel Zeit war seit dem
Tag vergangen, an dem sie den kleinen Iren in Socken auf der
regennassen Straße aufgegabelt und mit nach Hause genommen hatten.
Viel Zeit und dennoch hatte sich nicht viel geändert! Der Onkel der
Zwillinge wusste immer noch nichts von der Existenz des Jungen,
zumindest hatte er Angelo nie darauf angesprochen, was vielleicht
besser so war! Denn der Italo kannte seinen Onkel und es gab
eigentlich nichts was er nicht wusste, aber ihn war es ganz Recht so,
dass er ihn die letzten drei Jahre nicht darauf angesprochen hatte.
So lag er jetzt auf einem
Handtuch im Gras und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen,
während er seinen Bruder dabei beobachtete, wie er versuchte Kieran
das Schwimmen bei zu bringen. Er fragte sich manchmal warum er das
immer noch versuchte! Der Schwarzhaarige schien es nicht zu kapieren
oder immun gegen Villanos Lehrkunst zu sein, immerhin schaffte er es
immer wieder erfolgreich beinah abzusaufen. Aber hey! So hatte Angelo
eine kostenlose Komödie jedes Mal, wenn sie hier am See waren. Er
hörte wie es an der etwas entfernten Waldstraße hupte und richtete
sich leicht auf. Der mittlerweile siebzehnjährige Teenager, atmete
genervt auf, als er Alfredo, seinen Fahrer und Lakai sah. Was sollte
er denn jetzt schon wieder? Er stand auf und lief in seinen
Badeshorts langsam auf den Fahrer zu.
Kieran, der von Villano
gerade wieder aus dem Wasser gefischt wurden war, sah aus wie ein
begossener Pudel, als das Hupen ertönte. Er drehte seinen Kopf und
rollte die Augen. Hatte Angelo schon wieder Arbeit? Es nervte ihn.
„Er haut wieder ab, was?“, sprach der Junge, der mittlerweile um
einiges frecher geworden war, als vor drei Jahren, dennoch hielt er
sich bei Angelo in dem Punkt stark im Zaun, weil er dann immer noch
auf Erdbeeren hoffen konnte. Eine Art Bezahlung für gutes Benehmen.
„Und wenn schon! Wir
haben hier eine Hütte und einen vollen Kühlschrank! Wer brauch da
schon Angelo! Oder reicht dir meine Anwesenheit nicht?“ Villano
sprach etwas empört, aber mit einen Grinsen. Er hatte es nicht
gewollt, aber der Junge war ihn in den letzten drei Jahren schon ans
Herz gewachsen. Er mochte ihn mittlerweile wie einen kleinen Bruder
und hieß es immer noch nicht gut, wenn er zu viel Zeit mit Angelo
verbrachte. Denn auch nach der Zeit hatte er immer noch nicht heraus
gefunden, was dieser eigentlich wirklich vorhatte. Sein Verhalten
hatte sich allgemein gebessert, aber dennoch nach wie vor störte ihn
etwas und er konnte einfach nicht sagen was es war!
„Was gibt es Alfredo?“,
fragte Angelo nach, als er endlich vor ihn stand und auf seinen Lakai
schaute. „Ich hab den Zeitplan den du wolltest!“
Angelo begann zu grinsen
und griff nach dem Zettel, den der andere ihn reichte. „Oh sehr
gut, sehr gut!“, sprach er und klappte das Stück Papier
auseinander, bevor seine Pupillen sich zu bewegen begannen, als er
darüber las. „Na das ist doch mal gut...“ Etwas nachdenklich
legte er die Stirn in Kraus, grinste dann aber. „Hast du meine
Sachen im Auto?“
„Natürlich, Boss!“
„Perfekt!“ Er wand
sich um und hob die Hand um Kieran zu deuten, dass er zu ihn kommen
sollte und wie erwartete reagierte dieser sofort. Der eher
schmächtige Junge rannte den ganzen Weg um dann vor Angelo stehen zu
bleiben und erwartungsvoll zu ihn nach oben zu sehen. „Was gibt es
denn?“
„Ich fahr mit Alfredo
mit, es gibt was zu tun, du bleibst bei Villano, ja?“
Kieran atmete enttäuscht
aus. „Ich denke wir sind heute zu dritt am See? Du hast es
versprochen!“
„Kieran, widerspreche
mir nicht!“, sprach Angelo leicht genervt und der Junge seufzte nur
wieder auf, nickte dann aber. „Okay, okay! Ich bleibe mit Villano
hier! Kommst du heute wenigstens noch wieder?“
„Mal schauen!“,
sprach er und wuschelte dem Kleineren durch die Haare, der darauf hin
aber wieder lächelte. Es war so eine einfache Geste, die ihn
irgendwie immer glücklich machte. Kierans Blick fiel zu Alfredo, der
ihn so komisch beäugte und zog eine Augenbraue hoch. „Was?“,
fragte der Junge nach, doch Alfredo zuckte nur mit den Schultern und
stieg auf dem Fahrersitz wieder ein.
„Ich mag Alfredo
nicht...“, murmelte der Schwarzhaarige, bevor Angelo ihn wieder
durch die Haare wuschelte. „Ich weiß! Und nun sei artig!“ Er
deutete wieder zu Villano und nachdem der Junge ihn umarmt hatte,
lief Kieran zurück zu Angelos Bruder.
Angelo verzog leicht das Gesicht, als er nun doch wieder nass war, stieg aber dann ins Auto, welches los fuhr.
„Wie hältst du das mit
dem Balg eigentlich nur aus?“
Der Milano grinste nur,
bevor er die Kleidung neben sich auf dem Rücksitz durchging und sich
begann umzuziehen. Erst als er sich die Krawatte band, sprach er
schließlich: „Ich investiere in den Jungen! Wenn noch etwas Zeit
hin ist, dann habe ich ein Spielzeug ganz genau nach meinem
Geschmack!“
Alfredo warf einen Blick
in den Rückspiegel und musterte seinen Boss, bevor er die Schultern
zuckte. „Und ich dachte schon, du magst das Balg!“
„Ach sei nicht albern!“
Angelo beendete damit das Gespräch und sah aus dem Fenster. Als ob
er jemand anderen als die Familie mögen könnte und nicht einmal die
war vor ihn sicher. Kalt grinste er seine Spieglung in der Scheibe an
und betrachtete dann wieder die Landschaft.
Wald
am Michigansee, Illinois – 04. Juli 1998 – 17:12 Uhr
Der schwarze Wagen hielt
vor einem Ferienhaus mitten im Wald. Es hatte eine gläserne Front
mit einer großen Terrasse vor einem kleinen Teich mit Kois. Jeder
Fisch so groß, dass er mehrere 1000 $ teuer war, doch hier schwammen
sie einfach nur munter durch die Gegend und erfreuten sich an ihrem
Leben!
Angelo stieg aus und
knallte die Tür hinter sich zu, bevor er zu der Tür ging und den
Knauf einfach auf drehte. Hier in der Gegend war es nicht nötig
abzuschließen und das war wohl gerade an diesem Tag der Fehler. Er
lief einfach in das Haus herein und weiter bis in das prunkvoll
eingerichtete Wohnzimmer. Überall hingen Jagdtrophäen herum, von
dem man sich sicher sein konnte, dass keines von ihnen selbst
geschossen wurde.
„Angelo!“, ertönte
eine erschrockene Stimme, als der Brünette plötzlich mitten im Raum
stand.
„Oh.. guten Abend,
Edoardo! Kann man schon guten Abend sagen? Ich weiß nicht...“,
sprach er und grinste ihn kühl an, wobei auch nicht ein Fünkchen
wärme in seinen Augen lag. „Was auch immer... weißt du ich finde
es ist an der Zeit, dass wir über das Geschäft reden!“
Edoardo stockte als er
das so sagte und legte seine Stirn in Kraus. „Deswegen tauchst du
hier unangemeldet auf? Dafür ist alle Zeit der Welt, mio dio!“
„Nein.. falsch. Um
ehrlich zu sein... die Zeit ist abgelaufen!“ Angelo zog aus der
seiner Anzugjacke eine Waffe hervor, richtete sie auf seinen Onkel
und grinste ihn an. „Senza offesa.“, hauchte er in dem Moment als
sein Finger am Abzug zuckte. Die Waffe brachte Angelo durch den
Rückschlag dazu die Hand nach oben zu bewegen, doch sonst regte sich
nichts an seinem Körper, während seine Augen nüchtern
beobachteten, wie Edoardo mit weit aufgerissenen Augen einfach in
sich zusammenfiel. „Ich finde nur es ist an der Zeit, dass ich den
Laden übernehme, deine Art ist einfach veraltet, Edoardo!“
Der Brünette steckte die
Waffe wieder zurück in die Halterung, die sich unter seinem Sakko
befand und wischte sich einmal quer über das Gesicht, was die feinen
Blutspritzer darin verteilte. Er lief auf seinen Onkel zu und drehte
ihn mit den Fuß beiseite, als ihn die Zigarren auf dem Tisch
auffiel. „Oh.. zu freundlich!“, sprach er und setzte sich erst
einmal auf die Couch und zündete sich eine davon ab. „Ach ja, das
Haus hier übernehme ich auch!“, sprach er, bevor er seine Lippen
um die Zigarre schloss und einen tiefen Zug nahm.
Michigansee,
Illinois – 04. Juli 1998 – 23:51 Uhr
Villano saß auf der
Terrasse des kleinen Häuschens am See und sah gerade von seinem Buch
auf das Wasser, als eine Stimme aus dem Schatten ihn beinah vor
Schreck an die Decke gingen ließ: „Schläft er schon?“
„Angelo?“, fragte
Villano und legte sein Buch zur Seite, bevor er sich erhob und auf
seinen Bruder sah, der aus dem Schatten trat. „Natürlich schläft
er schon, hast du mal auf die Uhr ge- ist das Blut?“
„Auch!“ Angelo gähnte
auf und ging an seinen Bruder vorbei nach innen. Er musste eindeutig
duschen und ins Bett.
Villano rümpfte die Nase
als er an ihm vorbei ging. Er roch nach Zigarren, Alkohol und vor
allem Sex. Eine Mischung die vielleicht so ganz nett war, aber
wirklich einen ekeligen Geruch hinterließ. Manchmal fragte er sich
warum er und sein Bruder eigentlich so verschieden waren, wo sie sich
doch so ähnlich sahen. Jetzt jedenfalls lief er ihn nach. „Wessen
Blut ist das?“
„Nicht meins!“
„Das sehe ich!! Angelo,
rede mit mir!“
Dieser jedoch grinste ihn
nur an. „Sagen wir.. ich habe das Familiengeschäft übernommen!“
Der Ältere der beiden lachte für einen Moment heißer auf, bevor er
sich dann erst einmal duschen begab. Es gab nichts was einen nach so
einen Tag mehr entspannen konnte! Es war einfach nur gut!
Nachdem er sich ein paar
Shorts angezogen und seine Waffen versteckt hatte, ging er in das
Zimmer in dem Kieran schlief. Er betrachtete den Jungen noch für
einen Moment im Licht des Mondes, bevor er sich zu ihn legte und
ordentlich zu deckte. Seine Finger strichen über dessen Schläfen,
nach oben in dessen Haare. Angelo sah ihn für einen Moment an, bevor
er leise flüsterte: „Der Tag kommt immer näher und du bist auf
dem richten Weg!“
ich so: Yay neues Kapitel, kann aber niemals gut sein...
AntwortenLöschenich lese: So yayyyyy wie geil!
ich bin von der eisigen kälte des Italieners gefesselt ich sags dir! Super!
das freut mich! :D
LöschenFor most up-to-date news you have to visit
AntwortenLöschenworld wide web and on world-wide-web I found this site as
a most excellent site for newest updates.
my page - his explanation