Happy Birthday, Bella
Miquel wachte am Morgen auf und fuhr
sich durch die Haare und seufzte. Warum schrien seine Geschwister so
unglaublich laut rum? Er gähnte und schlug die Decke zurück. Wehe
es gab keinen vernünftigen Grund für diesen Lärm. Es war Samstag
und er wollte schlafen! Er hatte die letzte Nacht lange gearbeitet in
seinem Job in im Diner, den er seit ein paar Tagen hatte und wollte
schlafen.
"ICH WILL ABER NICHT OHNE IHN
FEIERN!!!", schrie Isabella Enrique an und stampfte mit den Fuß
auf den Boden. Enrique sträubte sich einzuwilligen, dass Lan in die
Wohnung kam. Ihre Eltern waren nicht da und er hatte das sagen. Er
war erbarmungslos. „ABER MADRE HAT IHN GERN!!“
„Ist mir egal, ich habe nein gesagt
und nein heißt nein!“
„ABER ES IST MEIN GEBURTSTAG!“
„ABER ES IST MEIN GEBURTSTAG!“
„Ist mir egal, ich habe nein gesagt
und nein heißt nein!“, wiederholte er sich ruhig und ging gar
nicht auf das Gezeter seiner Schwester ein.
„ARRRGH!“, rief sie und trat wieder
auf den Boden. Sie sah Miquel und rannte auf ihn zu. „Ich muss mit
dir re- AH!“ Die Brünette schrie auf, als Enrique sie über seine
Schulter warf und in ihr Zimmer schleifte. „ICH MUSS MIT IHM
REDEN!“
Miquel beobachtete das irritiert und
schüttelte nur den Kopf. Er wollte gar nicht wissen worum es ging,
auch wenn er sich dennoch fragte, warum Enrique Isabella immer wieder
von ihn wegbrachte. Sicherlich ging es um Lan und das wollte er gar
nicht wissen.
Laut gähnend begab er sich in die
Küche und machte sich einen Guten-Morgen-Kakao, bevor er zurück in
sein Zimmer schlürfte. Der Blonde würde einfach wieder ins Diner
gehen und noch eine Schicht dran hängen. Die Arbeit lenkte ihn sehr
von seinem herrschenden Gefühlschaos ab – zudem hatte es den
netten Nebeneffekt, dass er Geld verdiente.
So zog sich der Spanier an und verließ
die Wohnung in der seine Geschwister weiter herum schrien. Er fragte
sich eh warum Enrique sich so aufspielte. Seine Eltern würden heute
Abend wieder da sein zu Isabellas Party und dann war es eh egal was
er sagte, denn immerhin bestimmten dann seine Eltern.
„Ich hasse Enrique!“, sprach
Isabella ins Telefon und funkelte ihren Bruder an, der neben ihr saß
und aufpasste wie ein Luchs, dass sie ja nicht Miquel anrief und ihn
irgendwas erzählte! „Er will nicht das du kommst... dabei hat
Madre dich voll mit eingeplant!“
Lan seufzte und fuhr sich durch die
Haare. Wenn er dran dachte, dass Miquel auch da sein würde, da
wollte er gar nicht hin. Er wusste einfach nicht, wie er ihn
gegenüber treten sollte. „Dann bleibe ich eben einfach zu Hause!“
„Aber es ist mein Geburtstag!“
Isabella schnaufte ins Telefon und funkelte Enrique weiter an. „Ich
will das du kommst! Du musst da sein! Es ist mein Geburtstag! Bitte!
Komm vorbei!!“
„Ich will Enrique nicht sauer
machen...“ Lan seufzte erneut. Er tat es schon seit Tagen. Er
konnte nicht aufhören an Miquel zu denken. Je mehr er an ihn dachte
umso schlechter fühlte er sich. „Wie.. geht es.. ihm?“, fragte
er irgendwann leise nach und unterbrach Isabella mit ihrem gebettel.
„Miquel?“ Ihr entging nicht, wie
Enrique plötzlich aufhorchte, obwohl er so getan hatte als hätte er
sie die ganze Zeit ignoriert. „Ich weiß es nicht.. ich sehe ihn
nicht oft... höchstens beim Frühstück.. sonst ist er immer nur im
Diner... Manchmal frage ich mich ob er da jetzt wohnt...“
Lan nickte leicht, bevor er bemerkte,
dass er am Telefon war und deswegen nur ein leises: „Ich
verstehe...“, nuschelte. „Du..kannst ja noch einmal anrufen.. ob
ich dann kommen soll oder nicht...“ Lan legte auf und fuhr sich
durch die Haare. Er wollte Miquel sehen, doch er war sich sicher,
dass er sich nicht traute ihn anzusehen, wenn er vor ihm stand.
Als der Blonde nach Hause kam hörte er
schon Musik, als er sich auch nur der Wohnungstür näherte. Die
Party schien auf jeden Fall stattzufinden und wahrscheinlich hatte
Isabella ihren Willen bekommen.
Seine Vermutung wurde bestätigt, als er seinen Bruder sah, der schaute als wäre ihm das Schlechteste der Welt widerfahren. Seine Familie war ein Ansammlung von Irren, aber er liebte sie dennoch. „Yo, Rique!“, sprach er zu seinen Bruder und legte ihn die Hand auf die Schulter. „Gibt's was zu essen?“, fragte er nach und vermied es aber sich die Gäste anzusehen. Er hatte die Befürchtung, dass Lan da war und er wollte ihn nun wirklich nicht begegnen.
Seine Vermutung wurde bestätigt, als er seinen Bruder sah, der schaute als wäre ihm das Schlechteste der Welt widerfahren. Seine Familie war ein Ansammlung von Irren, aber er liebte sie dennoch. „Yo, Rique!“, sprach er zu seinen Bruder und legte ihn die Hand auf die Schulter. „Gibt's was zu essen?“, fragte er nach und vermied es aber sich die Gäste anzusehen. Er hatte die Befürchtung, dass Lan da war und er wollte ihn nun wirklich nicht begegnen.
„Sí... in der Küche hat Madre 'n
kleines Buffet hergerichtet!“
„Wunderbar!“ Der Mittlere Marquez
hatte einen Bärenhunger. Er hatte seit dem Guten-Morgen-Kakao nichts
mehr zu sich genommen und es war eindeutig an der Zeit, zumal er
sonst eher aß wie ein Scheunendrescher.
Aber jetzt wollte Miquel erst einmal
duschen. Er kämpfte sich an Gästen vorbei in sein Zimmer und holte
sich Sachen aus dem Schrank. Zwar war es irgendwie unklug auf einer
Party das Bad zum duschen zu besetzen, aber er hatte einen langen Tag
hinter sich und er wohnte hier, also war es ihm scheiß egal!
So machte er sich auf den Weg zum Bad
und bereute es gerade tierisch die Tür geöffnet zu haben. Sein
Blick traf genau auf den von Lan, der sich gerade die Hände wusch
und dabei erstarrt zu sein schien. Miquels Inneres stand schlagartig
Kopf. Er erinnerte sich daran, wie es sich angefühlt hatte den
Jüngeren zu küssen und ihn in seinen Armen zu halten, aber genau an
dessen Worte, als sie wieder in der Stadt waren. „Brauchst du
lang?“ Miquel brauchte viel Selbstbeherrschung, das seine Stimme
nicht zitterte. „Ich würde gern duschen!“
Lan starrte Miquel einfach an. Er hatte
zwar gedacht, dass er in nicht ansehen könnte, aber das Gegenteil
war eingetreten. Lan konnte einfach nicht wegsehen! Er starrte den
Blonden an und spürte wie seine Beine weich wurden, es wurde nur
noch schlimmer, als der andere ihn ansprach. Diese Stimme. Das Herz
des Jüngeren schlug schlagartig schneller, er ertrug das nicht.
Miquels Gegenwart verschaffte ihn die schönsten und schrecklichsten
Gefühle zur selben Zeit. Er senkte seinen Blick und stürmte an den
Blonden vorbei aus dem Bad, ohne auch nur einen Ton zu sagen. In
seinem Hals saß ein riesiger Kloß. Noch nie in seinem Leben hatte
er sich so hin und her gerissen gefühlt. Lan ließ zu Isabella und
zog sie aus ihrem Platz in der Mitte des Raumes heraus. Ja, er
wusste, dass es ihr Geburtstag war und dass sie es liebte, wenn sich
alles nur um sie drehte, aber er musste mit ihre reden! Unbedingt!
Miquel sah dem Rothaarigen nach und
schüttelte den Kopf. Er hatte nicht gedacht, dass er sich so feige
ihn gegenüber verhalten würde. Erst trampelte er auf seinen
Gefühlen rum und jetzt konnte er nicht einmal zu dem stehen was er
getan hatte. Es war wirklich besser, wenn er ihn aus seinen Kopf
bekam. Der Blonde schloss die Badetür ab und entkleidete sich. Die
Dusche würde nicht nur seinem Körper, sondern auch seinen sich
langsam überhitzenden Gedanken eine sichtliche Abkühlung
verschaffen.
„Warum hast du es ihn nicht gesagt?“
„Ich hab einfach den Mund nicht auf
bekommen...“ Lan raufte sich die Haare und sah auf Isabella. Ihn
war zum heulen zu mute. „Ich hab ihn gesehen und ich war glücklich
und traurig zugleich... es ging einfach nicht.. und.. und er hat
einfach normal mit mir geredet.. das hat mir voll den Rest
gegeben...“
Isabella schlug mit voller Wucht auf
Lans Arm, so dass dieser sogar ein 'Aua' von sich gab. „Also wenn
ich ein was über meinen Bruder weiß, dass ist es, dass es ihm
sicherlich verdammt schwer gefallen ist...“ Sie überlegte und
schnappte Lan an der Hand. Wie ein paar Geheimagenten schleuste sie
ihn in Miquels Zimmer und ließ ihn dort los.
„Soll ich ihm jetzt auflauern, oder
was?“ Der Rotschopf fühlte sich unwohl. Total unwohl.
„No...“ Isabella zog Lans
Nachttischschublade auf und kippte sie auf dem Bett aus.
„Bst du bescheuert? Das fällt doch
auf!“ Lan wurde panisch. Er wollte nicht, dass es so aussah, als
würde er in Miquels Sachen herum schnüffeln, das ging ihn doch
alles gar nichts an.
„Ich suche Miquels Notizbuch!“
Isabella warf die Sachen einfach wieder in das Fach und schob es
zurück in den Nachttisch. Irgendwo musste es doch sein. Sie
krabbelte unter das Bett und hielt inne. „Mios Dios... der hat
sogar noch seinen alten Teddy hier liegen...“ Sie warf ihn Lan vor
die Füße und suchte weiter nach den Buch.
Lan fühlte sich immer unwohler,
dennoch ging er in die Knie um den Teddy aufzuheben. Er sah ziemlich
geschunden aus und hatte wohl schon länger keine Waschmaschine mehr
gesehen, aber er war irgendwie niedlich. Er hatte sogar blaue Augen.
Der Rothaarige dachte gar nicht darüber nach und schob sich den
Teddybär am Rücken unter das Shirt, welches er in seine Hose schob.
Er wollte ihn behalten. Der Bär war der von Miquel und er erinnerte
ihn an jenen. Es konnte doch gar nicht so schwer sein, diesen dann
hier aus dem Haus zu bringen.
„Ich hab 's!“ Isabella wank Lan zu
sich und deutete mit den Fingern auf die Notizen. „Er hat die
letzten Tage nicht viele gemacht.. aber schau.. da steht immer wieder
Lan... er hat es zwar versucht wegzustreichen.. aber es steht
überall..“ Die Spanierin hielt ihn das Buch unter die Nase und
deutete mit den Finger drauf.
Unsicher nahm Lan es und warf einen
Blick zur Tür. Er befürchtete einen Moment, dass Miquel herein kam,
doch die Türklinke bewegte sich nicht, so wagte er einen Blick. Sie
hatte recht. Hier stand überall sein Name. Schlagartig fühlte sich
Lan noch schlechter. Er wollte weinen. „Warum.. war ich.. so ein..
Arsch...“, flüsterte er und biss sich fest auf die Unterlippe.
„Sag es ihm... los!“ Sie nahm ihn
das Notizbuch weg und zog ihn auf die Beine. „Ich lenke Enrique
ab.. und du gehst zu Miquel!“
„Und wenn ich kein Wort
herausbekomme?“
„Küss ihn!“
„Was? Bist du bescheuert??“
„Ein Kuss sagt mehr als Worte! Er
wird dich schon nicht umbringen!“
Lan sah sie an und seufzte schwer.
„Miquel vielleicht nicht.. aber Enrique wird...“
Unruhig stand Lan in der Küchentür
und starrte Miquel an. Dieser packte sich gerade alles mögliche an
Essen auf einen Teller und hatte ihn noch nicht bemerkt.
An Lans Rücken drückte der Teddy und
er fühlte sich wie ein kleine Dieb. Sicherlich war das Erste, was er
zu Miquel sagen würde, dass er dessen Teddy geklaut hatte. Dann
würde Miquel ihn fragen ob er total bescheuert war und Lan würde
abhauen.
Der Rotschopf schüttelte den Kopf. Nein, er würde sich jetzt zusammenreißen und Miquel ansprechen! Tief durchatmend sammelte er seinen Mut. Er würde Miquel jetzt ansprechen! Ja, das würde er!
Der Rotschopf schüttelte den Kopf. Nein, er würde sich jetzt zusammenreißen und Miquel ansprechen! Tief durchatmend sammelte er seinen Mut. Er würde Miquel jetzt ansprechen! Ja, das würde er!
„MIQUEL!!“
Lan wurde zur Seite geschubst und er sah nur noch, wie Camilo an ihn vorbei sauste und sich dem Blonden an den Hals warf. Ungläubig starrte er die Situation an. Jetzt konnte er unmöglich was sagen. Mit gesenktem Blick verzog er sich letztlich aus der Küche und setzte sich auf die Couch. Es hatte ihn nicht zu stören, dass Camilo sich so an Miquel klammerte, aber es machte ihn unglaublich wütend. Er hatte sich so schlecht gefühlt, dass er den Marquez verletzt hatte, aber dieser schien sich einfach mit dem Nächstbesten zu trösten. Es machte ihn so wütend.
Lan wurde zur Seite geschubst und er sah nur noch, wie Camilo an ihn vorbei sauste und sich dem Blonden an den Hals warf. Ungläubig starrte er die Situation an. Jetzt konnte er unmöglich was sagen. Mit gesenktem Blick verzog er sich letztlich aus der Küche und setzte sich auf die Couch. Es hatte ihn nicht zu stören, dass Camilo sich so an Miquel klammerte, aber es machte ihn unglaublich wütend. Er hatte sich so schlecht gefühlt, dass er den Marquez verletzt hatte, aber dieser schien sich einfach mit dem Nächstbesten zu trösten. Es machte ihn so wütend.
Isabella setzte sich zu ihrem besten
Freund und legte ihn die Hand auf den Oberschenkel, doch er wollte
nicht mit ihre reden. Er wollte einfach nichts mehr sagen!
„Ca.. Camilo?“ Irritiert sah er auf
seinen Cousin und hätte beinah das Essen von seinem Teller fallen
lassen. „Was machst du hier?“ Er verstand das nicht. Letztens war
er noch so abweisend von ihm gewesen und nun kam er angerannt und
fiel ihn um den Hals?
„Ich.. hab es mir anders überlegt.. immerhin sind wir doch beste Freunde und .. und so etwas kann immer mal passieren! Außerdem brauche ich dich doch!! Und einer muss doch auf dich aufpassen!!“ Er drückte den anderen unglaublich fest an sich heran. Das Miquel irritiert war, war ihm egal.
„Ich.. hab es mir anders überlegt.. immerhin sind wir doch beste Freunde und .. und so etwas kann immer mal passieren! Außerdem brauche ich dich doch!! Und einer muss doch auf dich aufpassen!!“ Er drückte den anderen unglaublich fest an sich heran. Das Miquel irritiert war, war ihm egal.
Zufrieden sah Enrique auf Lan, der auf
der Couch sah und beobachtete Miquel, der sich mit Camilo
unterhaltend in dessen Zimmer verzog. Er strich über das Handy in
seiner Hand und schob es zurück in die Hosentasche. Vielleicht war
es nicht der netteste Zug gewesen, doch er wusste wie wenig Camilo
Lan leiden konnte und anders wusste er einfach nicht, wie er den
Rotschopf von Miquel fern halten sollte. Er hatte einfach keine
andere Wahl gehabt als Camilo mit in sein Boot zu ziehen. Zumindest
war er sich bei seinem Cousin sicher, dass er Miquel gegenüber nicht
erwähnte, wie es um Lans Gefühle stand.
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